27.04.2017
Strategische Partnerschaft

ABB und IBM bieten künstliche Intelligenz in industriellen Lösungen

ABB und IBM sind eine strategische Partnerschaft eingegangen, die das Digitalangebot ABB Ability mit den kognitiven Fähigkeiten von IBMs Watson IoT vereint und Mehrwert für Kunden in der Energieversorgung, der Industrie und im Transport- und Infrastruktursektor schafft.

Die Kunden werden von der Kombination aus dem fundierten Branchenwissen und umfassenden Portfolio an digitalen Lösungen von ABB mit der Expertise von IBM in den Bereichen künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen sowie in verschiedenen Industriesegmenten profitieren. Die ersten beiden gemeinsamen Industrielösungen von ABB Ability und Watson liefern kognitive Erkenntnisse in Echtzeit für die Produktion und Smart Grids.

„Diese leistungsstarke Kombination stellt wirklich die nächste Stufe der Industrietechnologie dar. Sie geht über die aktuellen angeschlossenen Systeme hinaus, die lediglich Daten sammeln, und ermöglicht Industriebetriebe und Maschinen, die Daten für die Erfassung von zentralen Informationen, für die Analyse und Optimierung nutzen. So können Maßnahmen ergriffen werden, die bei Kunden aus der Industrie die Anlagenverfügbarkeit, Schnelligkeit und Rendite verbessern“, sagte Ulrich Spiesshofer, CEO von ABB. „Mit einer installierten Basis von 70 Millionen verbundenen Geräten, 70.000 digitalen Steuerungssystemen und 6.000 Softwarelösungen der Enterprise-Klasse ist ABB ein bewährter Marktführer im Industriesektor und entwickelt seit mehr als 40 Jahren digitale Kundenlösungen. IBM ist Marktführer in den Bereichen künstliche Intelligenz und kognitives Computing. Gemeinsam werden IBM und ABB leistungsstarke Lösungen schaffen, mit denen Kunden von der Vierten Industriellen Revolution profitieren können.“

 

Ulrich Spiesshofer, CEO von ABB
Bild: ABB  

 

Neue Palette zukunftsweisender Lösungen

Mit den von ABB und IBM entwickelten bahnbrechenden Lösungen werden Unternehmen in die Lage versetzt, einige ihrer größten industriellen Herausforderungen wie bessere Qualitätssicherung, geringere Ausfallzeiten, Schnelligkeit und Ertrag auf völlig neue Weise angehen zu können. Diese Lösungen gehen über die aktuellen angeschlossenen Systeme hinaus, die lediglich Daten sammeln, und ermöglichen kognitive Industrieanlagen und Maschinen, die Daten nicht nur verarbeiten, sondern verstehen, Rückschlüsse ziehen und entsprechende Maßnahmen ergreifen, um die Arbeiter in der Industrie effektiv zu unterstützen. Somit werden ineffiziente Prozesse und redundante Aufgaben vermieden, und Mitarbeiter erhalten mehr Zeit für anspruchsvollere Tätigkeiten.

„Diese bedeutende Zusammenarbeit mit ABB ermöglicht Watson eine noch stärkere Einbindung in industrielle Anwendungen – von der Fertigung über die Energieversorgung bis hin zum Transportsektor und zu anderen Bereichen“, sagte Ginni Rometty, Chairman, Präsident und CEO von IBM. „Die Daten, die Industrieunternehmen mit ihren Produkten, Anlagen und Systemen erzeugen, versprechen exponentielle Fortschritte in Innovation, Effizienz und Sicherheit. Nur mit Watsons umfassenden kognitiven Fähigkeiten und der einzigartigen Unterstützung unserer Plattform für die Industrie kann diese umfangreiche neue Ressource sicher Mehrwert schaffen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ABB in diesem neuen industriellen Zeitalter.“

Kognitive Erkenntnisse in Echtzeit für die Produktion nutzbar machen

ABB und IBM werden beispielsweise die künstliche Intelligenz von IBM Watson nutzen, um Fehler mit Hilfe von Echtzeit-Produktionsbildern zu finden, die von einem ABB-System erfasst und anschließend mit IBM Watson loT for Manufacturing analysiert werden. Diese Prüfungen wurden zuvor manuell durchgeführt, ein oftmals langsamer und fehleranfälliger Prozess. Die kognitiven Echtzeit-Erkenntnisse von IBM Watson in der Produktion verbunden mit der industriellen Automationstechnologie von ABB wird es Unternehmen ermöglichen, ihr Produktionsvolumen zu steigern und gleichzeitig die Genauigkeit und Konsistenz zu verbessern. Während Teile den Herstellungsprozess durchlaufen, macht die Lösung den Hersteller auf kritische Mängel hinsichtlich der Montagequalität aufmerksam, die für das menschliche Auge nicht sichtbar sind. Dies ermöglicht ein schnelles Eingreifen von Qualitätskontrolleuren. Die einfachere Erkennung von Fehlern wirkt sich auf alle Produkte in der Produktionslinie aus und hilft dem Unternehmen, seine Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und gleichzeitig kostspielige Rückrufaktionen und Imageschäden zu vermeiden.

Kognitive Erkenntnisse in Echtzeit für Smart Grids nutzbar machen

ABB und IBM werden zum Beispiel mit Hilfe von IBM Watson auch die Angebots- und Nachfragemuster für Strom anhand von historischen Daten und Wetterdaten vorhersehen können und damit den Betrieb und die Wartung der heutigen Smart Grids optimieren, deren Komplexität aufgrund des neuen Verhältnisses von konventionellen und erneuerbaren Energiequellen zunimmt. Anhand der Vorhersagen für Temperatur, Sonneneinstrahlung und Windgeschwindigkeit kann die Nachfrage prognostiziert werden, wodurch Energieversorger das Lastmanagement und die Echtzeit-Preisbildung optimieren können.

www.abb.at