28.02.2018
ABB

Auftrag für größtes Elektrobus-Projekt in Norwegen

ABB liefert Schnellladestationen für Elektrobusse zweier verschiedener Hersteller in einem einzigartigen Projekt zur vollständigen Elektrifizierung des ÖPNV der Stadt Trondheim im Jahr 2019.

Die norwegische Stadt Trondheim, ehemalige Wikinger-Hauptstadt, heute bekannt als die Technologiehauptstadt des Landes, macht einen weiteren großen Schritt auf dem Weg zur Elektrifizierung ihrer öffentlichen Verkehrsmittel. Mit der Anschaffung von 35 rein elektrischen Bussen – 25 von Volvo, 10 von Heuliez – die vier Linien bedienen werden, wird Trondheim über die größte Elektrobusflotte des Landes verfügen.

 
Bild: ABB  

Bei diesem einzigartigen Projekt sollen rein elektrisch betriebene Busse verschiedener Hersteller erstmalig die gleiche Ladeinfrastruktur benutzen: die Heavy Vehicle Chargers (HVC) von ABB. Betrieben werden die Busse in Trondheim von Tide Buss im Auftrag der Bezirksverwaltung Trøndelag.

„Dank der Zusammenarbeit mit ABB können wir Betreibern verschiedener Netze eine hochwertige und zuverlässige Lösung für die gleichzeitige und gemeinsame Nutzung der Infrastruktur bieten“, sagte Per Olav Hopsø, Leiter des Verkehrsausschusses der Bezirksverwaltung Trøndelag. „Damit sind nicht nur Größenvorteile und eine gute Kapitalrendite verbunden, die Lösung ist auch ein entscheidender Schritt auf unserem Weg hin zu einer erstklassigen, modernen Infrastruktur für unsere Region. Mit der Unterstützung innovativer Unternehmen wie ABB wird die Stadt Trondheim bald über ein öffentliches Verkehrssystem ganz ohne fossile Brennstoffe verfügen.”

Die Ladestationen HVC 450P von ABB mit einer Ladeleistung von 450 kW können eine Batterie innerhalb von drei bis sechs Minuten aufladen. Sie sind mit dem Ladesystem OppCharge ausgerüstet, bei dem über Stromabnehmer eine konduktive Verbindung zwischen Ladestation und Bus hergestellt wird. Die Ladestationen werden an den Endstellen von vier Linien eingerichtet, die jeweils 12 bis 15 km lang sind und auch einige abgelegene Orte bedienen. Die Busse werden jeweils am Ende der Strecke während der Wendezeit aufgeladen. Bei einer Vorstellung der Technologie im letzten September in Großbritannien hat ABB die Aufladung eines rein elektrischen Busses an einer OppCharge-Ladestation vorgeführt. Verwendet wurde dabei das Volvo-Modell, das in Trondheim zum Einsatz kommen wird.

„Das ist ein großartiges Beispiel dafür, wie unsere Produkte zu Großprojekten unter Beteiligung verschiedener Hersteller beitragen können, weil ABB konsequent auf die Entwicklung standardisierter Technologien setzt“, konstatierte Tarak Mehta, Leiter der ABB-Division Elektrifizierungsprodukte. „Wir sind stolz darauf, dass wir gemeinsam mit Tide Buss eine starke Infrastruktur für die elektromobile Zukunft von Trondheim liefern dürfen. Wir verzeichnen generell eine immense Nachfrage nach unseren marktführenden Ladelösungen für Elektrofahrzeuge.“

Die Ladestationen sind Teil des ABB Ability™-Portfolios vernetzter Lösungen und bieten Betreibern die Möglichkeit der Fernüberwachung und -konfiguration sowie der proaktiven Instandhaltung, um maximale Verfügbarkeit zu gewährleisten.

www.abb.com