13.02.2018
Lichtkonzept

Die vier häufigsten Fehler bei der Lichtplanung

Auch professionelle Lichtkonzepte sind nicht immer hundertprozentig geglückt und weisen so manches Mal "Luft nach oben" auf.

Eine gute Lichtplanung ist mehr als ein paar Leuchten auszutauschen. Dennoch werden immer wieder Fehler gemacht, die sich später rächen. Das Versäumnis, nicht intensiv genug mit dem Kunden darüber nachzudenken, wo Licht benötigt wird, kann später nicht wieder ausgebügelt werden.
Es muss an den Orten für Licht gesorgt werden, an denen Licht gebraucht wird. Eine genaue Schritt-für-Schritt-Analyse jedes Raumes und aller Tätigkeiten, die drinnen stattfinden, schaffen die Basis für ein funktionales Lichtkonzept. Über Erfolg oder Mißerfolg entscheiden vor allem die folgenden vier Punkte, denen oft zuwenig Aufmerksamkeit geschenkt wird:

Weniger ist mehr
Ein zu stark beleuchteter Raum kann ziemlich aggressiv wirken und auch das Wohlbefinden massiv beeinträchtigen. Es empfiehlt sich, die Beleuchtung auf mehrere Lichtquellen zu verteilen, ganz besonders in einem großen Raum. Ein ausgewogener Mix aus kontrastarmer und kontrastreicher Beleuchtung sorgt für angenehme Atmosphäre.

Auf die falsche Lichtfarbe gesetzt
Zwar ist die Lichtfarbe weitgehend eine Geschmacksfrage, doch gibt es einige Kriterien die in jedem Fall zu beachten sind. So haben Studien ergeben, dass kaltweißes Licht (3000-5000 Kelvin) besser ist bei funktionellen Anwendungen wie beispielsweise bei der Büroarbeit geeignet ist.
Kaltweißes Licht soll unseren Geist stimulieren und Energie erzeugen. Warmweißes Licht (± 2700 Kelvin) hingegen ist wiederum eher geeignet, um eine gemütliche und entspannte Atmosphäre zu erzeugen. Bei farbigem Licht ist hingegen Zurückhaltung angebracht.

Ästhetik vor Bedienkomfort
Immer wieder wird bei Konzepten das Hauptaugenmerk auf die ästhetische Wirkung gelegt und die komfortable Bedienung gerät dabei ins Hintertreffen. Daher ist es ein ganz wesentlicher Punkt auch Faktoren wie der Positionierung von Lichtschaltern oder der Drehbewegung von Türen die gebührende Aufmerksamkeit zu schenken.
Vernetzte Beleuchtung bzw. per Fernbedienung oder Smartphone kontrollierbare Beleuchtung sorgen für zusätzliche Erleichterungen. Denn der Bedienkomfort erhöht sich enorm, wenn sich die Beleuchtung bequem vom Sitzplatz auf die jeweiligen Bedürfnisse einstellen lässt. Oder wenn sich die Beleuchtung bei Bewegung automatisch einschaltet, wenn man gerade keine Hand frei hat oder nach der Gartenarbeit nicht die Lichtschalter beschmutzen möchte.

Falsche Leuchtendaten
Und last but not least: Leuchtendaten bilden die Basis für jede Beleuchtungsplanung und können in der Regel vom Anwender nicht überprüft werden. Sind die Leuchtendaten herstellerseitig nur unvollständig angegeben oder stimmen sie nicht mit den veröffentlichten Werten überein, benötigt die geplante Anlage später sehr wahrscheinlich mehr Energie, oder sie wird der gewünschten Sehaufgabe nicht gerecht.