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22.02.2012
REWE International AG / Salzburg AG
Erstes Carsharing ausschließlich mit ElektroautosAm 1. März startet in Salzburg das erste Carsharing, das nur auf Elektroautos setzt. Das Handelsunternehmen Rewe International AG gründet dazu mit dem Energieversorger Salzburg AG das Tochterunternehmen EMIL. Zu Beginn sind fünf Ausleihstationen mit 10 Elektroautos in Betrieb, bis 2016 werden es 40 Stationen in der Stadt Salzburg sein. „Carsharing mit Elektroautos ist ökologisch doppelt sinnvoll: Zum einen sind weniger Autos unterwegs, zum anderen werden diese mit Ökostrom angetrieben“, sagt August Hirschbichler, Vorstandssprecher der Salzburg AG. Experten sehen Carsharing in Städten als große Chance für eine Entlastung des Verkehrs: So ersetzt ein Carsharing-Auto bis zu acht Privat-PKW (vgl. VCÖ, 2011*). „Unser Carsharing-Modell wird EMIL heißen und ist als Pilotprojekt in der Modellregion Salzburg geplant“, erzählt Peter Breuss, Technischer Direktor Rewe International AG. Die Salzburg AG hat schon im Jahr 2009 mit ihrem Tochterunternehmen „ElectroDrive Salzburg“ nach Vorarlberg die zweitälteste Modellregion für E-Mobilität in Österreich geschaffen. „Was wir mit ElectroDrive Salzburg begonnen haben, findet in EMIL seinen logischen nächsten Schritt“, sagt Hirschbichler. Auch Städte wie Wien, Graz und andere zeigen bereits Interesse und könnten das Modell sofort übernehmen. „Die Erfahrungen in Salzburg werden zeigen, wie schnell wir unser System auf andere österreichische Städte ausdehnen. EMIL ist so konzipiert, dass wir es jederzeit auf andere Städte ausweiten können“, so Breuss.
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| v.l.n.r.: August Hirschbichler (Salzburg AG), Peter Breuss (Rewe International AG) und Heinz Schaden (Bürgermeister Stadt Salzburg) | |
| Bild: EMIL GmbH |
Stadt Salzburg als erster Großkunde
EMIL ist nicht nur für Privatkunden gedacht. Firmen oder Institutionen können ebenso auf das Carsharing-Modell setzen. Dafür werden spezielle Lösungen angeboten. „Als Stadt Salzburg gehen wir mit gutem Beispiel voran. Manche unserer PKW im Fuhrpark fahren weniger als 5.000 Kilometer im Jahr. Diese können wir wunderbar durch Carsharing-Autos ersetzen. Wenn diese dann noch elektrisch betrieben werden, ist das doppelt umweltfreundlich“, sagt Heinz Schaden, Bürgermeister der Stadt Salzburg. Die Stadt Salzburg ist aber nicht nur erster Kunde, sondern stellt auch Parkflächen im innerstädtischen Bereich zur Verfügung. „Seit Sommer 2011 kann man in Salzburg mit Elektroautos während der Ladedauer vor Ladestationen gratis in der Kurzparkzone stehen. Das war ein erster Schritt zur Förderung der umweltfreundlichen Mobilität. Jetzt stellen wir außerdem bewusst Flächen für EMIL zur Verfügung. So gibt es z. B. eine Ausleihstation in der Franz-Josef-Straße, gegenüber vom Cafe Fingerlos“, so Schaden.
EMIL ab 1. März buchbar
Die Elektroautos können über die Website www.fahre-emil.at, über eine App für Smartphones und über die Hotline 0810/555 555 ab 1. März in Salzburg gebucht werden. Bis 31. März entfällt für alle Neukunden die Registrierungsgebühr von einmalig 25,- Euro. Die Logistik für das Ausleihsystem stammt von der Deutschen Bahn, die mit „Flinkster – Mein Carsharing“ in 140 deutschen Städten ein Carsharing anbietet. EMIL-Kunden können damit auch an diesen Standorten PKW mieten. Je zwei Fahrzeuge werden zu Beginn an den folgenden Standorten in Salzburg zur Verfügung stehen:
- Salzburg AG, Bayerhamerstraße 16
- Salzburg AG / Heizkraftwerk Mitte: Alois-Schmiedbauer-Straße/Gebirgsjägerplatz
- Billa Klessheimer Allee 90
- Billa / Bipa Aignerstraße 67-69
- Franz-Josef-Straße 8 (öffentlicher Standort)
Versicherungspartner von EMIL ist die Allianz Versicherung, bei der Pannenhilfe setzt das Unternehmen auf das bewährte Angebot des ÖAMTC.
*Quelle: Verkehrsclub Österreich, „Potenziale von Carsharing“, Wien 2011




