03.07.2013
Smart Cities

3M stellte in Brüssel aktuelle Umfrage vor

Beim Thema Energie befürchten Stadtbewohner in Europa, dass die Preise steigen und Probleme bei der Versorgung auftreten. Das hat eine TNS Infratest Umfrage* im Auftrag des Multi-Technologieunternehmens 3M ergeben.

Befragt wurden 2.500 Bürger in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Schweden. Die Teilnehmer gaben zudem an, dass sie sich von einer zukunftsfähigen Stadt (Smart City) in erster Linie Fortschritte im Bereich Umweltfreundlichkeit und ein effizientes Transportsystem erwarten.

Die Ergebnisse der Umfrage stellte 3M am 26. Juni in Brüssel während einer hochkarätig besetzten Tagung zum Thema „Smart Cities“ im Rahmen der „EU Sustainable Energy Week“ (24.-28. Juni 2013) vor. Das Unternehmen präsentierte zudem neue technologische Lösungen, z.B. für intelligente Stromnetze und Gebäude.

 
Bild: 3M Österreich  


Sensorkabel sorgt für mehr Stabilität im Stromnetz

Vorgestellt wurde u.a. eine neue 3M-Technologie, die es ermöglicht, die existierende Stromkabelinfrastruktur zu überwachen. Das ist insbesonders in Österreich ein aktuell wichtiges Thema, denn die Energiewende stellt alle Beteiligten vor große Herausforderungen: Günstige Energie soll immer und überall verfügbar sein – gleichzeitig ist die unregelmäßige Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien ein latentes Problem für die Netzstabilität. Im schlimmsten Fall drohen flächendeckende Stromausfälle.

Stromverbrauchsmessung in Echtzeit

Mit einer speziellen Mess-Sensorik lässt sich nun eine exakte Echtzeit-Messung von Strom und Spannung in den heimischen Ortsnetzstationen durchführen. Die 3M-Lösung kann schnell und einfach integriert und die Netzstationen somit intelligent gemacht werden. Energieversorger und Netzbetreiber können den Zustand des Stromnetzes damit jederzeit erfassen und unmittelbar reagieren, falls die Netzstabilität gefährdet ist. Zudem lassen sich Schwachstellen in der Infrastruktur exakt lokalisieren und gezielt beheben.

Kostenersparnis in Millionenhöhe

„Die vorhandene Infrastruktur möglichst einfach und kostengünstig aufzurüsten, ist der Schlüssel dafür, schnell Fortschritte beim Ausbau und der Stabilität der Stromnetze zu machen“, sagt Paul Wienen, Head of Business Development, European Smart Grid bei 3M. „Bislang fehlte es jedoch an technologischen Lösungen, die eine hohe Messgenauigkeit liefern und sich mit geringem Aufwand in das Stromnetz einbauen lassen. Erste Feldtests von Stromversorgern sind positiv ausgefallen.“

Laut Verteilnetzstudie der Deutschen Energie-Agentur müssen für die Umsetzung der Energiewende bis 2020 über 42.000 km Mittelspannungskabel ertüchtigt oder neu verlegt werden - auch Österreich steht vor ähnlichen Herausforderungen: Die neue 3M-Lösung kann dazu beitragen, die dafür benötigten Milliarden-Investitionen zu verringern
Bild: Getty Images  

Die Kosten für diese neue Technologie sind gegenüber den existierenden Alternativen - wie etwa dem kompletten Austausch von Ortsnetzstationen - wesentlich niedriger. Hierfür  wären Investitionen in Millionenhöhe nötig.

www.3M.com/at/smartgrid
www.sustainablecitiessolutions.com