29.04.2013
Flir

Infrarotkameras visualisieren Gaslecks

2007 brachte Flir die erste Infrarotkamera für die Visualisierung von unsichtbaren Gasen auf den Markt. Mittlerweile sind diese speziellen Kameras in vielen industriellen Bereichen unersetzliche Werkzeuge zur Ortung und zur bildlichen Darstellung von Gaslecks.

Die prämierte GasFindIR-Serie (kurz: GF-Serie) spielt z.B. eine bedeutende Rolle bei der Vermeidung von SF6-Gas, einem Klimakiller, der für die Atmosphäre 24.000-mal schädlicher ist als CO2. Heute kommen diese Kameras neben ihren industriellen Einsatzmöglichkeiten aber auch bei Biogas-Anlagen zum Einsatz, wo sie dazu beitragen können, katastrophale Unfälle zu vermeiden.

Die Flir GF320 ist eine speziell für die Gasvisualisierung entwickelte Infrarotkamera
Bild: Flir  


Biogasanlagen sind unverzichtbar – und leider oft unsicher

Wie der BUND auf seiner Website schreibt, brauchen wir Biogas nach wie vor für die Energiewende. Die bestehenden Biogasanlagen in Deutschland produzieren bereits so viel Strom wie zwei durchschnittliche Atomkraftwerke. Aber diese Technologie besitzt auch Risiken: "Gärtanks explodieren, Gülle oder Gärreste laufen aus und vergiften Bäche – fast wöchentlich havarieren Biogasanlagen." wie 'Der Spiegel' schreibt. Die Mehrzahl solcher Unfälle ist bei regelmäßigen Untersuchungen mit einer Kamera der GF-Serie von Flir vermeidbar. Die Flir GF320 ist eine speziell für die Gasvisualisierung entwickelte Infrarotkamera. Den Kern der Kamera bildet ein gekühlter Detektor, der sich durch besonders gute Performance und eine hohe Infrarotempfindlichkeit auszeichnet.

Unsichtbare Gaslecks erscheinen als “Rauch” auf dem Display

Die Flir-Kameras für die Visualisierung von Gaslecks stellen austretende Gase visuell dar und zeigen dazu ein komplettes Bild des überwachten Bereiches an. Leckagen erscheinen so als Rauch im Sucher der Kamera oder auf dem LC-Display – der Anwender sieht so flüchtige Gasemissionen sofort. Das Bild wird in Echtzeit dargestellt und kann als Filmsequenz in der Kamera gespeichert werden – zur Dokumentation, Archivierung oder zum Versenden per E-Mail.

Im sichtbaren Bereich des Spektrums erkennt man nichts – die Flir-GF-320 visualisiert das Gasleck an einer Kabeldurchführung als schwarzen Rauch im (bewegten) Videobild.
Bild: Flir  


Kamera mit doppeltem Nutzen

"Die GF 320 macht zusätzlich zu ihrer spezifischen Funktion voll radiometrische Infrarotaufnahmen mit verschiedenen Farbpaletten – das bedeutet, dass sie die Temperatur eines Objektes erkennt, exakt ermittelt und farblich kodiert darstellt.“ erklärt Steve Beynon, Business Development Manager EMEA GF Cameras & Optical Gas Imaging bei Flir Systems. So kann die Flir GF320 einerseits Gaslecks (insbesondere mit dem online-Differenzbildmodus) entdecken und aufzeichnen. Andererseits kann sie auch für thermografische Messungen in der Instandhaltung (beispielsweise bei der Prüfung der Elektroinstallation) eingesetzt werden.

Der Großteil der Lecks tritt bei weniger als 1 % der Produktionsanlagen auf

Die Erfahrung zeigt, dass bis zu 84 % aller Lecks in weniger als 1 % der jeweiligen Anlagen auftreten. – Das bedeutet, dass Unternehmen den größten Teil ihrer teuren und zeitaufwändigen Inspektionsverfahren den 99 % der funktionierenden, sicheren und leckfreien Bereiche widmen müssen. Mit einer Gasvisualisierungskamera kann sich der Anwender dagegen schnell einen Überblick verschaffen und sofort größere Bereiche von einer genaueren Untersuchung ausschließen. Und wenn einmal ein Problem gefunden wird, kann ein Serviceteam dank des eingebauten GPS umgehend zum richtigen Ort dirigiert werden. „Das hat vielen unserer Kunden wirklich große Einsparpotentiale bei Zeitaufwand und Personal eröffnet” ergänzt Steve Beynon.

www.flir.de