25.09.2013
Siemens

Integrierte Sicherheit für intelligente Städte

Laut den Vereinten Nationen werden im Jahr 2025 mehr als acht Milliarden Menschen die Welt bevölkern, weit über die Hälfte von ihnen werden in städtischen Ballungsräumen leben. Diese räumliche Konzentration stellt Mensch und Infrastruktur vor enorme Herausforderungen.

Die Sicherheit urbaner Räume ist eine Grundvoraussetzung dafür, dass moderne Städte florieren können. Urbanisierung erhöht jedoch die Anfälligkeit der Ballungszentren. Terrorattacken, Kriminalität, soziale Unruhen und stärkere Auswirkungen von Naturkatastrophen – all dies sind sicherheitsrelevante Themen, die angesprochen werden und für die die öffentliche Hand und der Privatsektor gemeinsam Antworten finden müssen.

Vier Phasen des Sicherheitszyklus

Aufgrund der vielfältigen Schutz- und Sicherheitsherausforderungen in modernen Städten wird ein ganzheitlicher Ansatz immer mehr zur Strategie der Wahl. Lösungsanbieter bewegen sich weg von individuell operierenden Produkten und Systemen hin zu vernetzten Lösungen, die die einzelnen Phasen des gesamten Sicherheitskonzepts abdecken. Der Schutz- und Sicherheitszyklus setzt sich aus vier Phasen zusammen: Prävention, Schutz, Reaktion und Wiederaufnahme des normalen Betriebs.

Die Siemens City in Wien als Vorzeigemodell für intelligente Gebäudetechnik im urbanen Raum
Bild: Siemens AG  

Die Prävention deckt zwei Bereiche ab: Not- oder Unfälle und Verbrechen. Ein Beispiel für den ersten Bereich sind Brandschutz- und Löschverfahren, die dafür sorgen, dass bei einem Brand die Stromversorgung nicht zusammenbricht. Die Prävention von Verbrechen wiederum ist ein weites Feld, zumal in städtischen Ballungsräumen, in denen es vielfältige Bedrohungen gibt, etwa Vandalismus und Graffiti, antisoziales Verhalten, Raubüberfälle, Einbrüche, politische Demonstrationen, organisiertes Verbrechen und politischer Terrorismus.

Auch beim Schutz werden zwei Bereiche unterschieden: Schutz der physischen Infrastruktur und der IT-Netzwerke, den Grundlagen der Smart City. Städte als Ansammlung urbaner Infrastrukturen beherbergen wichtige Ressourcen wie Universitäten, Museen und Kirchen, öffentliche Gebäude, privatwirtschaftliche Einrichtungen wie Büros und Produktionsstätten, Verkehrsnetzwerke sowie kritische Infrastrukturen wie Flughäfen und Rechenzentren. Weil Informationstechnologie für die Bereitstellung städtischer Dienstleistungen zunehmend unverzichtbar wird, ist auch der Schutz dieses „virtuellen Rückgrats“ immer wichtiger.

Kommt es zu einem Zwischenfall, müssen alle Mittel und Schutzmaßnahmen bereits definiert sein, um in dieser Phase sofort und sinnvoll reagieren zu können. Ausschlaggebend sind das Tempo, in dem die Einsatzkräfte aktiv werden, und die Klarheit und Aktualität der Informationen, auf denen ihre Entscheidungen beruhen. Ebenso wichtig sind die Koordination der Ressourcen und die Unterstützung für Ersthelfer.

Wie widerstandsfähig und ausfallsicher die städtischen Infrastrukturen im Endeffekt sind, lässt sich daran messen, wie schnell nach einem Störfall der normale Betrieb wiederaufgenommen werden kann. Ziel ist, dass alles so schnell und reibungslos wie möglich wieder seinen gewohnten Gang geht – sei es durch Wiederöffnung eines Tunnels nach einem Verkehrsunfall oder durch Umleitung des gesamten öffentlichen Nahverkehrs, nachdem zum Beispiel ein Terroranschlag auf ein strategisch wichtiges Gebäude stattgefunden hat.

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