07.08.2013
50 Jahre Tele

Spezialist für Zeit- und Überwachungsrelais feiert Jubiläum

1963 gründete Günther Haase eine Handelsgesellschaft für elektronische Steuergeräte in Wien. Nach acht Jahren erweiterte das Unternehmen seine Tätigkeit um die Produktion eigener Zeitrelais und trat in Folge als „Tele Haase Steuergeräte GmbH“ auf.

Mit dem Bau der neuen Zentrale in Wien im Jahr 2002 und der Installation der größten Photovoltaikanlage Wiens am eigenen Dach 2011 machte man die nächsten zukunftsweisenden Schritte. „Wir blicken auf 50 Jahre Erfahrung in Entwicklung, Produktion und internationaler Vermarktung von Steuerungs- und Überwachungsgeräten zurück. Heute beschäftigen wir mehr als 100 Mitarbeiter, ohne die unser Erfolg nicht möglich wäre. Zukünftig möchten wir mit einer flexiblen Organisationsstruktur ein noch produktiveres und zugleich sozial ausgewogenes Arbeitsumfeld schaffen“, so Christoph Haase, Eigentümer Tele Haase Steuergeräte Ges.m.b.H.

Wie alles begann: Tele feiert Jubiläum
Bild: Tele  

Als österreichischer Spezialist für Zeit- und Überwachungsrelais entwickelt und fertigt Tele seit knapp fünf Jahrzehnten Automatisierungskomponenten. Wurden 1972 pro Jahr zirka 7.000 Stück Steckrelais gefertigt, sind es heute über 600.000 Stück. Mehr als 25 Prozent des Umsatzes macht das Unternehmen mit kundenspezifisch entwickelten Produkten im Bereich der Zeitrelais und Überwachungstechnologie. Zu den aktuellsten Entwicklungen zählt die VEO-Serie, die hohe Funktionalität mit einfacher Bedienung und geringem Energieverbrauch verbindet. Tele achtet nicht nur auf den sparsamen Umgang mit Ressourcen, sondern produziert auch seit Beginn in Österreich, um beste Qualität sicherzustellen und Transportwege so kurz wie möglich zu halten. Doch nicht nur die innovativen Produkte zeichnen das Unternehmen aus, auch im Bereich Nachhaltigkeit ist Tele Vorreiter. Mit der am Dach der Firmenzentrale in Wien installierten Photovoltaikanlage, die mehr als 500 m2 Kollektorfläche und 300 Solarmodule umfasst, deckt das Unternehmen etwa 25 Prozent seines gesamten Energieverbrauchs ab. Die Energie wird in einer Stromtankstelle zum Laden des firmeneigenen Elektroautos und Elektrostaplers genutzt. 2012 wurde die Anlage mit dem Österreichischen Solarpreis ausgezeichnet.

Photovoltaikanlage auf dem Firmendach – insgesamt 500 m2 Kollektorfläche versorgen die firmeneigenen Elektroautos und Elektrostapler mit Strom
Bild: Tele  


Unternehmen der Zukunft

„Wir sind ein Echtzeitlabor, testen spannende Konzepte aus den Bereichen Mensch, Organisation und Technologie. Mit innovativen, nachhaltigen und profitablen Ideen zur Organisationsstruktur entwickeln wir uns Schritt für Schritt zum Unternehmen der Zukunft“, weiß Roland Voraberger, Marketing Tele Haase Steuergeräte Ges.m.b.H.. Auch der CO2-Fußabdruck des Unternehmens soll möglichst klein gehalten werden. Die hausinternen Fertigungsprozesse werden nach der ISO 14001 Norm für Umweltmanagement optimiert.

Der Mensch im Mittelpunkt

Die neue Unternehmensstruktur ersetzt starre Hierarchien durch flexible Teams. Das schafft Freiräume für Kreativität und Eigenverantwortung. Bei Tele gibt es keine klassischen Chefetagen, die Abteilungen leiten. Jeder Mitarbeiter hat eigene Ziele, die es gilt, proaktiv zu erreichen. „Mit der Arbeitsform „Work anywhere“ ist es den Mitarbeitern möglich, dort zu arbeiten, wo sie am aktivsten und produktivsten sind. Das ist auch ökologisch sinnvoll und nachhaltig. Einige Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen arbeiten nun auch zu Hause und vermeiden damit unnötige Autofahrten. Positiver Nebeneffekt dabei: Sie gewinnen Freizeit und sparen Benzin und CO2“, so Voraberger.

Synergien durch Kooperationen

Um seine Produkte und Leistungen zu verbessern, arbeitet Tele intensiv mit Business-Partnern und Bildungseinrichtungen zusammen. So war das Unternehmen 2012 gemeinsam mit Wien Energie und Schrack am ersten Wiener Solar-Experiment beteiligt. Auch Plattformen wie die SchumBeta Open Space Konferenz werden genutzt, um sich in den Bereichen Nachhaltigkeit, Entwicklung und Ökonomie auszutauschen. Tele arbeitet seit Jahren auch eng mit Schulen aus Österreich zusammen, etwa mit der HTL Pinkafeld für ein Hilfsprojekt in Togo/Afrika oder mit Schülern der HTL Mistelbach, um eine Stromtankstelle zu realisieren.

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