27.03.2018
Infrarotheizsysteme

Energie und Heizkosten einsparen

Die Kosten für die Heizung machen einen nicht unerheblichen Teil an den Betriebskosten einer Immobilie aus. Ein Infrarotheizsystem kann gegenüber konventionellen Heizsystemen kräftig Energie und Kosten einsparen helfen.

Infrarotheizungen gehören zu den Elektroheizungen. Sie nutzen die neueste Infrarottechnik, um effizient zu heizen und in hohem Maße Strom zu sparen. Bei dieser Form des Heizens werden sogenannte Infrarotstrahlen eingesetzt. Dies sind elektromagnetische Wellen, die oberhalb des für den Menschen sichtbaren Bereiches liegen. Sie liegen dabei in einem schmalen Wellenlängenband von 3 bis 50 μm. Dieser Bereich ist gesundheitlich völlig unbedenklich.

Infrarot-Wärmestrahlen wirken wie Sonnenstrahlen. Sie erwärmen im Gegensatz zu herkömmlichen Konvektionsheizungen nicht die Raumluft, sondern sämtliche Oberflächen und Personen im Raum. Die Wärme wird von der Gebäudehülle und den Gegenständen gespeichert und gleichmäßig wieder abgegeben. Die Raumluft streicht über die aufgewärmten Körper und heizt sich dabei selbst auf. Das funktioniert aber nur bei gut gedämmten Gebäuden, da sich die Wärme für eine gewisse Zeit im Raum halten können muss.

 

Infrarot-Wärmestrahlen erwärmen nicht die Luft im raum, sondern sämtliche Oberflächen und Personen, die sich im Raum befinden.
Bild: Pixabay  

 

Erneuerbare Energien einsetzen
Infrarotheizsysteme lassen sich auch auf vielfältige Weise in Innenarchitekturkonzepte einbinden und dem Raum anpassen. So kann die Heizung beispielsweise auch an die Decke montiert oder als Wohnaccessoire wie als Spiegel integriert werden. Die ausstrahlende Wärme verbreitet sich angenehm wie bei einem Kachelofen. Infrarotheizungen können sowohl im Haus als auch im Außenbereich, wie beispielsweise auf der Terrasse, genutzt werden.

Infrarotheizungen können auch mit Ökostrom, also Strom aus erneuerbaren Energien, und selbst produziertem Strom aus einer Photovoltaikanlage betrieben werden. Initiativen wie die IG Infrarot setzten sich dafür ein, "Heizen mit Infrarot" als anerkannte Standardheizlösung für Gebäude zu etablieren. Ihr Ziel ist es, dass sowohl die Energieerzeugung und -verteilung als auch die Wärmeabgabe im Gebäude fester Bestandteil ganzheitlicher Gebäudekonzepte werden, wie sie heute in besonders innovativen Projekten bereits anzutreffen sind.

 

Infrarotheizsysteme können auch mit selbst produziertem Strom aus einer Photovoltaikanlage betrieben werden.
Bild: Pixabay  

 

Zu den Vorteilen der von Infrarotheizungen produzierten Strahlungswärme zählen die rasche Erwärmung von Gegenständen und Körpern, die geringe Vor- bzw. Nachheizzeit sowie die angenehme Wärme. Da jedoch nur die angestrahlten Objekte warm werden, lässt sich der Wärmegrad schwer messen. Reguliert wird ein Infrarotheizsystem meist über ein Funkthermostat, das aus einem bedienbaren Sender und einem Empfänger besteht, welcher zwischen Steckdose und Heizung angebracht wird.