04.05.2017
Umweltamt Stadt Graz

Grazer Energiegespräche: „Emissionsreduktion durch E-Mobilität“

Bereits zum 14. Mal lud das Umweltamt der Stadt Graz zur erfolgreichen Veranstaltungsreihe der Grazer Energiegespräche. Mehr als 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer fanden sich im Wartingersaal ein, um das Thema „Emissionsreduktion durch E-Mobilität“ zu diskutieren.

Umweltstadträtin Tina Wirnsberger und Abteilungsvorstand Werner Prutsch vom Umweltamt der Stadt Graz eröffneten die Veranstaltung und betonten die Notwendigkeit, das brisante Thema fachlich fundiert zu behandeln und effektive Maßnahmen im Mobilitätsbereich für eine saubere Luft in Graz zu setzen.

 

Mehr als 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten der Einladung des Umweltamtes der Stadt Graz zu den Grazer Energiegesprächen mit dem Thema „Emissionsreduktion durch E-Mobilität“
Bild: Stadt Graz, Foto Fischer  

 

Die Veranstaltung, moderiert durch Robert Schmied von der Grazer Energieagentur, bot hochkarätige Präsentationen von Fachexpertinnen und Fachexperten aus verschiedensten Organisationen, die das Thema breit beleuchteten und für eine angeregte Diskussion sorgten. So stellte Mark Thaller von der Abteilung für Verkehrsplanung die aktuelle Mobilitätsstrategie der Stadt Graz (auch bekannt als die Stadt der kurzen Wege) vor. Die starke Bevölkerungszunahme und das Mobilitätsverhalten der Grazerinnen und Grazer stehen dabei im Mittelpunkt der Strategieplanungen. Henriette Spyra vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie freute sich, auch im städtischen Grazer Kontext den nationalen Strategierahmen des Bundes sowie aktuelle Zahlen des E-Mobilitätsbereichs vorstellen zu können. In Anbetracht der Neuzulassungen an rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen stehe Österreich im EU-weiten Vergleich an zweiter Stelle (Stand Februar 2017), die Richtung stimme also.

Neben aktuellen Zahlen, Förderangeboten und Strategien stand auch die Frage der Energieaufbringung im Raum. Stefan Altenhofer von der Energie Graz stellte in seinem Vortrag klar, dass die erneuerbare Aufbringung des zusätzlichen Strombedarfs für den zu erwarteten Anstieg an E-Fahrzeugen in Graz kein Problem darstellen werde. Neben der Energie Graz seien ja auch die weiteren Stromanbieter zu berücksichtigen, die das Angebot an erneuerbarer Energie laufend erweitern. Georg Mavridis von der Energie Steiermark räumte mit (noch) bestehenden Vorurteilen gegen E-Mobilität auf und legte seinen Fokus auf die Darstellung der zahlreichen Vorteile der Technologie.

Erfreulicherweise berichteten auch zwei Betriebe über ihren Bezug und ihre Erfahrungen zu E-Mobilität. So zeigte Hanno Miorini die zahlreichen Aktivitäten der Bosch AG und betonte, dass die E-Mobilität nun erwachsen werde. Die Zukunft sei emissions- sowie unfallminimiert. Hermine Resch und Günter Bulla von der Herbert Temmel GmbH stellten den bevorstehenden Einsatz von zwei E-LKW in ihrem Logistikbetrieb vor. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, erstmalig in Österreich die „grüne Zukunft“ unter LKW zu testen. So berichteten sie über die eine oder andere Herausforderung im Planungs- und Umsetzungsprozess, wie z.B. bei der StVO Zulassung, die zunächst am Eintragen der Abgaswerte scheiterte.

Zur anschließenden Podiumsdiskussion fanden sich auch die Vertreterinnen und Vertreter der Partner der Grazer Energiegespräche am Podium ein, die neben den Vortragenden Publikumsfragen beantworteten. Eine Vielzahl an Fragen zum Förderwesen über das Verhalten der NutzerInnen und Nutzer bis hin zur kostenlosen Strombereitstellung innerhalb der Grazer Ladeinfrastruktur wurde angeregt diskutiert. Am Ende der Veranstaltung war sich das Podium einig: Die Zukunft der Mobilität ist elektrisch. Das Umweltamt der Stadt Graz mit seinen Partnern bedankt sich bei allen BesucherInnen für die rege Teilnahme.

www.grazer-ea.at