18.10.2017
Zukunftsfähige Lösungen

WAGO rüstet Netzstationen für das Smart Grid

Intelligente Ortsnetzstationen können den Bau neuer, teurer Stromleitungen vermeiden. WAGO-Steuerungen übernehmen die Schlüsselrolle in den neuen Anlagen.

Der intelligente Ausbau des Stromnetzes sowie die Integration von regenerativen Energien und Elektro-Mobilität stellen Energieversorger und Industrie vor neue Herausforderungen; insbesondere im Bereich von Ortsnetzstationen (ONS). Hier müssen Primär- und Sekundärtechnik, also Transformatoren und Schaltanlagen auf der einen Seite mit Steuerungen und Schutzeinrichtungen auf der anderen Seite, zusammenwachsen – zwei Disziplinen, die bisher getrennt voneinander betrachtet werden. WAGO hat gemeinsam mit dem Ingenieurbüro Pfeffer aus dem hessischen Rödermark eine zukunftsfähige Lösung für diese Herausforderung entwickelt: eine schlüsselfertige und kompakte intelligente Ortsnetzstation (iONS).

Mit ihr wird das Stromnetz smart: die intelligente Ortsnetzstation des Ingenieurbüros Pfeffer ermöglicht mit Komponenten von WAGO das Messen, Steuern, Regeln und Fernwirken
Bild: WAGO  

Ebenso wie herkömmliche Ortsnetzstationen verbindet die iONS das Mittel- mit dem Niederspannungsnetz. Im Gegensatz zu ihren wenig schlauen Pendants aber ermöglicht sie die Erfassung diverser Messdaten und die Möglichkeit der Fernauslesung. Das normenkonforme Stationsgebäude der iONS stammt von der Betonbau GmbH & Co. KG, die Niederspannungsverteilung von Driescher Moosburg/Eisleben, die Mittelspannungsschaltanlage von Driescher Wegberg, der regelbare Ortsnetztransformator von SGB und MR. Die komplette Automatisierungstechnik der iONS steuert WAGO bei: einen PFC200-XTR-Controller auf der Mittelspannungsseite sowie die Steuerung PFC200 auf Seiten der Niederspannung, das Panel e!DISPLAY zur Visualisierung der Mess- und Steuerungsdaten direkt an der iONS selbst sowie die komplette Anschlusstechnik.

Die mit CODESYS frei programmierbaren Steuerungen von WAGO sammeln über digitale und analoge Signale sowie beispielsweise über Modbus RTU alle Daten der unterschiedlichen Systeme der Station ein, übersetzen sie in die vom Versorger benötigten Kommunikationsprotokolle wie beispielsweise IEC 60870-5-101/-104 oder IEC 61850 und schicken sie über eine Datenleitung zur Leitwarte. In der entgegengesetzten Richtung kann von der Leitwarte über die Controller auf die Systeme der Station, etwa die Mittelspannungsschaltanlage, Schutzgeräte oder die Messsysteme verschiedener Hersteller, zugegriffen werden. Vor unautorisierten Zugriffen wird der Datenfluss dabei über die WAGO-Controller geschützt – zum einen durch die Verschlüsselung der Daten mittels TLS1.2, zum anderen durch speziell gesicherte Verbindungen wie IPsec oder OpenVPN gemäß BDEW-White Paper.

 

Das Unternehmen

Die WAGO Kontakttechnik GmbH & Co KG ist ein in dritter Generation unabhängig am Markt operierendes Familienunternehmen mit Stammsitz in Minden/Westfalen und zählt zu den international richtungweisenden Anbietern elektrischer Verbindungs- und Automatisierungstechnik. Im Bereich der Federklemmtechnik ist WAGO Weltmarktführer. WAGO beschäftigt weltweit mehr als 7.200 Mitarbeiter, davon rund 3.300 in Deutschland. Der Umsatz betrug zuletzt 720 Millionen Euro.

www.wago.com